Am 16. Januar 1966 wurde in Osnabrück die 3. Kompanie des Fernmelderegiments 11 der Luftwaffe in der General „Martini“ Kaserne aufgestellt. ( Aufstellungsbefehle hier)

Oberst Paetel, Regimentskommandeur des FmRgt 11, beauftragte Herrn Oberleutnant Fuchs mit der Aufstellung der neuen Einheit.

Erster Kompaniechef war Herr Hauptmann Maiwald. Als Kompaniefeldwebel standen beiden Herren Hauptfeldwebel Kräkel zur Seite.

In der Folgezeit ist das Führungsfernmeldenetz Luftwaffe von den Dammer Bergen bis zur Nordsee mit analoger Übertragungstechnik für die Gefechtsstände der Luftverteidigung sowie für die Einsatzverbände und die Unterstützungstruppen der Luftwaffe rund um die Uhr betrieben und unterhalten worden.

Am 9. Juni 1969 verlegte die Kompanie mit der Schaltorganisation in die Mitte ihres Dislozierungsraumes nach Oldenburg in die Donnerschwee-Kaserne.

Dort bestand die Einheit bis zum 30. September 1990, bis sie dem Strukturwandel in der Luftwaffe zum Opfer fiel. Gleichzeitig wurde von analoger Fernmeldetechnik auf Digitaltechnik umgerüstet und die Truppenorganisation geändert. Die 3./FmRgt 11 wurde zum Fernmeldesektor 111 und 1992 nach Aurich verlegt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Kompanie von Herrn Major Werther geführt worden. Kompaniefeldwebel war Herr Stabsfeldwebel Hielscher.

Am 11. September 2008 wurde der Fernmeldesektor 111 im Rahmen eines feierlichen Appells in der Auricher Blücher- Kaserne durch den amtierenden Kommandeur des FmBtl 384, Oberstleutnant Artur Winkler, aufgelöst. In seiner Ansprache betonte OTL Winkler die hervorragende Erfüllung der Aufgaben, die von den Angehörigen des FmSkt 111 geleistet wurden. Das gilt im Besonderen bei der Erfüllung der Forderungen an die Verfügbarkeit des Netzes. Die Forderungen lagen bei 99,7 Prozent. „Ein Wert, den die neue Betreibergesellschaft zum Maßstab nehmen muss“, so der Oberstleutnant in seinen Ausführungen.

Letzter "amtierender" Sektorchef in Aurich war Leutnant Thomas Stehl, der die Auflösungsmaßnahmen bis zum 31. März 2009 beendete. Die Besonderheiten des Fernmeldesektors 111 lagen sowohl in der weiträumigen Dislozierung, als auch in der Größe des Einsatzraumes, der durch die rund 100 Soldaten und zivilen Mitarbeiter -unter anderem mit mobilen Wartungstrupps-abgedeckt werden musste. Der FmSkt 111 hat an den niedersächsischen Standorten Aurich, Oldenburg, Visselhövede sowie in Arkebek (Schleswig- Holstein) vier bemannte Fernmeldestationen betrieben, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt waren. Verantwortlich waren die Soldaten der Luftwaffe für den störungsfreien Betrieb dieser bemannten sowie für weitere 25 unbemannte Stationen. Sie waren von der dänischen Grenze über Helgoland bis nach Hannover und von der holländischen Grenze bis kurz vor Hamburg disloziert. Hinzu kam eine bemannte Fernvermittlungsanlage im ostfriesischen Brockzetel. (Netzpläne hier)

Und so ging es weiter:

In der „Kameradschaft- Ehemalige- 3./FmRgt 11“ haben sich ab 1999 ehemalige Soldaten der Einheit neu zusammengefunden.

Regelmäßige Treffen an verschiedenen Orten wurden in der Folge realisiert. Informative Beiträge und gemütliches Beisammensein runden diese gut frequentierten Veranstaltungen ab.

Das 26. Treffen fand am 29.07.2017 in der ehemaligen LSV Heubült statt.